27.09.2014 - Ritteressen im Gasthof zu Post in Bärnau mit Gewandetenschiessen im Parcours in Naab
 

Um 12.30 Uhr trafen die ersten Bogenschützen in "Weber`s Cafe" ein. Nach Brezen und Kaffee ging es um 13.30 Uhr in den Parcours. Carola Weber und Dörthe Reinwald verbrachten den Nachmittag im Geschichtspark sowie im Knopfmuseum in Bärnau. Etwa fünfzehn Bogenschützen aus Unterlintach und Bärnau absolvierten eine gemütliche Runde im Wald. Ohne den Zwang, von einem bestimmten Punkt aus zu schießen oder gar auf erzielte Ringe zu achten ein wahres Vergnügen. Beginnend beim Mammut, war das Eichhörnchen-Duell die erste größere Herausforderung für die Bogner. Zu dritt, zu viert gleichzeitig schießend traf meist nur einer das begehrte Eichhörnchen. Ein gutes Bild gaben die drei Bärnauer am Hochstand ab, miteinander wurde hier auf Wolf und Affe geschossen. Besonders toll fand Rainer Wildfeuer den Schuss auf das Bison. Weit über die Lichtung, etwa 60 bis 70 Meter, nicht leicht zu erreichen, hatte er hier einen Volltreffer. Siegfried Speckner und Wolfgang Strauß wären bei ihrem Schuss auf den Weißen Hai beinahe baden gegangen. Wenn zwei Schwergewichte sich auf ein Brett begeben gibt dieses manchmal nach. Unser neu aufgestellter Schuss vom Pferderücken auf unseren Bären war die Wucht. Viel Gelächter über das Erklimmen des Gaules bis hin zu Aussagen wie "Fass auf Fass" brachten die Lachmuskeln in Schwung. Um 17.00 Uhr beendeten wir dann die Runde im Wald. Jetzt ging es ab zum Gasthof zur Post in Bärnau vor dem wir uns um 17.45 Uhr mit weiteren Bogenschützen trafen.

Der Herold, Hubert Haubner, bat uns zu Tisch. Es wurden die mittelalterlichen Tischsitten erklärt und die Speisefolge. So mancher kam mit diesen Regeln nicht ganz klar und wurde in die „Geige“ gesperrt. Hier heraus half nur ein Kuss, ein vorgetragenes Lied oder ein Vierzeiler. Lustig ging es am Tisch der Bogenschützen zu. Nach dem Hauptgang konnten die Unterwelt von Bärnau besichtigt werden. Umsichtig erklärte der Herold hier die Lagerung von Bier, Gemüse und anderen verderblichen Nahrungsmitteln welche durch das am Eisweiher gebrochene Eis den Sommer über gekühlt wurden. Er erzählte von den Arbeiten aus längst vergangenen Zeiten bis hin zu den heutigen Arbeiten um die Keller so herzurichten wie sie zur Zeit besichtigt werden können. Zurück aus den Gewölben wurde eine Feuershow dargeboten. Wie immer zieht Feuer die Leute magisch an. Nach dieser willkommenen Abwechslung wurden die beiden letzten Gänge des Essens gereicht. Wer bei dem mehr als fünf Stunden dauernden Gelage nicht satt wurde war selber schuld. Unser Geld war bestens angelegt, wir haben reichlich gutes Essen bekommen und das Rahmenprogramm war super. Alle Bogner waren voll des Lobes übe diesen gelungenen Abend. Gegen 23.30 Uhr ließ man das Ritteressen ausklingen, da die Meisten noch eine längere Heimfahrt vor sich hatten. Stimmen wurden laut, ob man dieses Ritteressen nicht auch im nächsten Jahr wiederholen könnte, wenn möglich in den Wintermonaten da hier die meiste Zeit dafür wäre.

Mit anderen Worten gesagt: „Schauen wir mal“